Mit der Ankunft der neuen Fahrzeuge wird der Pendelverkehr zwischen dem Werk von Cartiere del Garda und dem Logistikzentrum von Arcese vollständig von sechs Elektro-Lkw übernommen, die rund um die Uhr, sieben Tage die Woche im Einsatz sind.
Arcese und Cartiere del Garda gehen einen weiteren bedeutenden Schritt auf ihrem gemeinsamen Weg zu einer nachhaltigeren Logistik. Ein Jahr nach der Ankunft des ersten Mercedes-Benz eActros 600 ergänzen fünf neue eActros 300 die Flotte für den Güterpendelverkehr zwischen dem Werk in Riva del Garda und dem Logistikzentrum von Arcese. Die neuen Fahrzeuge von Mercedes-Benz Trucks werden von Daimler Truck Italia über Trivellato Industriali geliefert.
Der Service wird rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, ausschließlich mit einer Flotte von sechs vollelektrischen Fahrzeugen betrieben, die die bisherigen Diesel-Lkw vollständig ersetzen. Jährlich umfasst der Service rund 13.000 Hin- und Rückfahrten zwischen Cartiere del Garda und Arcese, was etwa 26.000 Durchfahrten auf der Provinzstraße entspricht. Dies ist ein konkreter Schritt hin zu einer nachhaltigeren Logistik, der die betriebsbedingten Emissionen der Fahrzeuge deutlich senkt und die Geräuschbelastung erheblich reduziert – ein besonders wichtiger Aspekt im Nachtbetrieb.
Das Projekt, das auf einer gemeinsamen Investition von Cartiere del Garda und Arcese beruht, ist für die Region Trentino von besonderer Bedeutung. Auf der Grundlage ihrer langjährigen Zusammenarbeit haben die beiden Unternehmen einen täglich stattfindenden Transportprozess neu gestaltet und sowohl in die Flotte als auch in die für ihren Betrieb erforderliche Infrastruktur investiert. Ziel ist es, die Auswirkungen des Services auf die Region durch lokal abgasfreie und leisere Fahrzeuge auf innerstädtischen Strecken zu verringern.
„Über die Jahre haben wir mit Cartiere del Garda eine Zusammenarbeit aufgebaut, die es uns ermöglicht, auch komplexe Veränderungen gemeinsam anzugehen“, erklärt Emanuele Arcese, Global VP Road Freight FTL der Arcese Group. „Die Zahl der Elektrofahrzeuge in diesem Service von einem auf sechs zu erhöhen, bedeutet, in eine Lösung zu investieren, die auf die betrieblichen Anforderungen des Kunden und die Bedürfnisse der Region zugeschnitten ist. Das Ergebnis beruht auf gemeinsamer Arbeit: von der Auswahl der Fahrzeuge bis zur Organisation der Schichten und der Ladevorgänge.“
Der Betrieb der Fahrzeuge wird durch das neue, bei Cartiere del Garda installierte Ladesystem unterstützt. Geliefert wurde es von Swish, einem Unternehmen, das auf Ladeinfrastruktur für gewerbliche Flotten spezialisiert ist. Eine zentrale Einheit steuert drei Ladepunkte und verteilt die verfügbare Leistung entsprechend dem Bedarf der Fahrzeuge, wobei Fahrzeuge mit niedrigerem Ladestand Vorrang erhalten. Durch die Anordnung der Ladepunkte an den Laderampen lassen sich die Ladevorgänge in die regulären Betriebsabläufe integrieren, ohne zusätzliche Fahrten zum Laden. Die zum Laden der Fahrzeuge benötigte Energie wird direkt vom Kraftwerk von Cartiere del Garda erzeugt und bereitgestellt.
Der Einsatz der Fahrzeuge auf kurzen, regelmäßig wiederkehrenden Strecken und die Möglichkeit, sie direkt am bedienten Standort zu laden, erlauben eine auf die Anforderungen des Services abgestimmte Organisation der Abläufe. Der Energieverbrauch und die Abstände zwischen den Ladevorgängen variieren je nach Einsatzbedingungen, darunter Außentemperatur, Beladung und saisonale Faktoren.
„Für unser Werk ist der Gütertransport eine tägliche Aufgabe, die sich auch auf die Region auswirkt, in der wir tätig sind“, erklärt Antonio di Blas, Werksleiter von Cartiere del Garda. „Deshalb haben wir uns gemeinsam mit Arcese entschieden, in einen vollständig elektrischen Service und die notwendige Infrastruktur für einen Betrieb rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, zu investieren. Wir wollen weiterhin die für unsere Produktion erforderliche Effizienz gewährleisten und zugleich Emissionen und Lärm auf den Strecken durch das Stadtzentrum stärker berücksichtigen – zum unmittelbaren Nutzen der Bevölkerung.“
Mit der Einführung des eActros 600 im Jahr 2025 hatten Arcese und Cartiere del Garda die Elektrifizierung des Pendelverkehrs begonnen. Mit den fünf neuen Fahrzeugen und der Ladeinfrastruktur wird diese Entscheidung nun auf den gesamten Service ausgeweitet. Dies ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit und gezielter Investitionen, die die Anforderungen eines kontinuierlichen Industriebetriebs mit einer stärkeren Berücksichtigung der städtischen Umweltqualität verbinden.
Das Projekt zeigt konkret, was eine langfristige Zusammenarbeit zwischen Unternehmen erreichen kann, die sich Innovation und Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen: einen unverzichtbaren Logistikservice zu verändern und die Vorteile der Innovation auch der Region zugutekommen zu lassen, in der die Unternehmen täglich tätig sind.
Arcese
Arcese Group ist ein Logistikdienstleister mit mehr als 3.500 Mitarbeitenden und 100 Standorten weltweit. Arcese verbindet die Welt und ist global tätig, um innovative Lösungen anzubieten und schon heute die Logistik von morgen zu gestalten. Ethik, Nachhaltigkeit und Digitalisierung bilden die Grundlage für das Wachstum der Group und leiten alle Mitarbeitenden dabei, die Bedürfnisse der Kunden frühzeitig zu erkennen und höchste Effizienz sowie operative Exzellenz zu gewährleisten.
Cartiere del Garda
Das 1956 gegründete Unternehmen verzeichnete ab 1971 mit dem Eintritt in die Bertelsmann Gruppe ein starkes Wachstum, das 1997 durch den Anschluss an die Lecta Group, Europas drittgrößten Hersteller von gestrichenen holzfreien Papieren, weiter gefestigt wurde. Im Jahr 2006 gründete es gemeinsam mit AGS, dem örtlichen kommunalen Versorgungsunternehmen, die Gesellschaft Alto Garda Power, um das Wärmekraftwerk zu errichten, das heute das Werk, AGS und das Fernwärmenetz der Gemeinde Riva del Garda versorgt. Heute ist Cartiere del Garda Italiens größter Hersteller von gestrichenen holzfreien Papieren und zeichnet sich durch Qualität, Effizienz und Service für nationale und internationale Märkte aus.














